BeatStep – Die Musik App für Trainer im Test

Bei der App BeatStep handelt es sich um einen multifunktionalen Musikplayer, der speziell für Trainer im Group-Fitness Bereich entwickelt wurde. Dabei bietet er neben Funktionen, die man auch aus anderen Musikplayern kennt, wie die unterbrechungsfreie Wiedergabe selbst erstellter Playlists, weitere hilfreiche Funktionen. Vom Verwalten der Kurs-Playlists und einer automatischen BPM-Analyse, bis hin zur Anpassung der Geschwindigkeit und einer Optimierung des Klangs.

Im comuvo Testbericht stelle ich euch die Funktionen der App vor und berichte über meine eigenen Erfahrungen hinsichtlich ihrer Anwendungen, Handhabung und Benutzerfreundlichkeit.

BeatStep App Testbericht

Zunächst einmal muss man sagen, dass sich mit dem Siegeszug der Apps und Smartphones auch im Alltag vieler Trainer einiges verändert hat (Ich selbst gehöre noch zu denjenigen, in deren Prüfungsordner zur B-Lizenz steht, dass die abzugebende Musikkassette bitte zum Anfang zurückgespult sein sollte).

Heute ist es nicht mehr nötig, CDs von Kurs zu Kurs zu schleppen, die zwischendrin gewechselt werden müssen, oder verkratzen, hängen, springen, oder gleich ganz aussetzen. Was früher stapel- bzw. sammelordnerweise CDs oder Kassetten waren, wird heute durch ein einziges kleines Kasterl ersetzt. In vielen Studios liegt mittlerweile nur noch ein Kabel bereit, an das der Trainer sein Smartphone o.ä. anstöpseln kann und damit Zugriff auf seine gesamte Musik-Datenbank hat.

comuvo BeatStep Testbericht BPM

Die App in Anwendung

Eine App wie BeatStep, zur Verwaltung dieser nun digitalen Musik-Datenbank, klingt also sehr verlockend. Aber was kann sie sonst noch, wie benutzerfreundlich ist sie und lohnt sich die Anschaffung?

Die wichtigsten Funktionen

Die Entwickler von BeatStep haben die Funktionen der App speziell für die Bedürfnisse von Trainern und Kursleitern im Group-Fitness Bereich konzipiert. Daher bietet sie, neben dem Laden und Abspielen von Songs und Wiedergabelisten aus der eigenen Musiklibrary noch eine Reihe weiterer Funktionen:

  • Erstellen, speichern und bearbeiten eigener Wiedergabelisten
  • Wer seine Playlists bereits in iTunes angelegt hat, kann diese ganz einfach in BeatStep importieren.
  • Unterbrechungsfreie Wiedergabe (auch bei selbst zusammengestellten Playlists)
  • Verstellbare Dauer der Crossfades (Übergänge)
  • Automatische BPM Erkennung
  • Einstellung der Geschwindigkeiten einzelner Songs oder ganzer Playlists (Wahl zwischen BPM und %)
  • Pitchen von 50 bis 250 BPM
  • Equalizer Tool & Compressor (Verbesserung der Klangqualität)
  • Auch über Airplay (kabellos) abspielen
comuvo BeatStep Testbericht Equalizer Compressor

Equalizer und Compressor Funktion für einen satteren Klang

Möchtest du für deine Stunden motivierende Lieblingssongs in einer individuellen Playlist zusammenstellen, ohne auf fertig abgemischte Aerobic CDs zurückzugreifen, war dies bisher nicht so einfach. Denn ohne eine unterbrechungsfreie Wiedergabe der Musik ist eine Aerobic Stunde undenkbar. Und wer möchte schon bei 110 BPM über sein Stepbrett kriechen, wenn der aktuelle Lieblingssong der Teilnehmer leider viel zu langsam ist. Eine selbsterstellte Playlist kann dabei bis zu 50 Songs umfassen.

Mit dem integrierten Crossfade Feature lassen sich Songs innerhalb der App weich ineinander überblenden, selbst wenn sie nicht für die unterbrechungsfreie Wiedergabe abgemischt sind.

Beim Laden der Songs aus der Library werden außerdem automatisch deren BPM-Werte analysiert und rechts neben dem Songtitel angezeigt. Sollte die BPM-Analyse eines Titels einmal fehlerhaft sein, kannst du dies einfach selbst innerhalb der App korrigieren. Möchtest du die Geschwindigkeit eines Songs oder einer Playlist verändern, so kannst du diese sowohl durch Angabe in BPM als auch in Prozent erhöhen oder senken. Diese Funktion macht die App übrigens auch für Hobbyläufer zu einem idealen Tool, indem sie die Musikgeschwindigkeit an ihren Laufrhythmus anpassen können.

Das integrierte Equalizer Tool mit drei Voreinstellungen und einer individuell verstellbaren Anzeige, sowie der Compressor-Button sorgen für einen satteren, volleren Klang. Gerade wenn die Anlage im Kursraum nicht die tollste ist, kannst du mit dieser Funktion klanglich noch ein bisschen mehr rausholen.

Benutzerfreundlichkeit & Handhabung

comuvo BeatStep Testbericht Playlist

Die Bedienung an sich ist recht einfach zu verstehen und die Steuerung durch Wischen, Scrollen und Tippen in meinem Fall des iPhone 4S von anderen iOS Anwendungen her leicht übertragbar. Die Buttons und Textfelder sind teilweise auf Deutsch, teilweise auf Englisch. An dieser Stelle könnte man vielleicht noch ansetzen und die Oberfläche etwas vereinheitlichen.

Die App an sich reagiert schnell. Bereits geladene Songs lassen sich sofort und ohne Verzögerung abspielen und man kann ohne Probleme zwischen den einzelnen Wiedergabelisten wechseln.

Vor der Benutzung sollte man sich einmal die kurzen Anleitungsvideos auf YouTube ansehen. Diese dauern nicht lange und erklären verständlich die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten der App.
Ausserdem erfährt man hier auch, wie man neue Playlists anlegt. Denn leider gibt es in der aktuellen Version keinen expliziten »Neue Playlist anlegen«-Button. Man muss zuerst auf die Library klicken, dort wird man gefragt, ob man die aktuellen Songs entfernen möchte und wenn man dies bejaht, bekommt man Zugriff auf die Musik-Datenbank, und kann dort Songs für eine neue Playlist auswählen.

Die automatische Analyse der BPM-Werte ist ein wirklich hilfreiches Tool für alle Trainer. Bei der Benutzung ist mir allerdings aufgefallen, dass man neu geladene Songs einmal kurz auf die Richtigkeit der BPM-Angabe überprüfen sollte, denn den ein oder anderen Fehler wird es dabei geben. Findest du einen Ausreißer, lässt sich der BPM-Wert aber sehr einfach mit einem Klick auf den Info-Button neben der BPM-Angabe korrigieren. Von dort aus erscheint nämlich ein Feld, in welches du mit dem Finger im Takt des Stückes auf den Touchscreen tippst und so die korrekte Geschwindigkeit berechnet wird. Die neu erfasste BPM Zahl kann direkt abgespeichert werden.

Daten

  • sowohl für Android (4.0.3 oder höher) als auch iOS (iOS 7.0 oder höher) erhältlich
  • Kompatibel mit iPhone 4s oder neuer, iPad, iPod touch
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Kosten: 12,99 € im Apple iTunes Store
  • 9,98 € im Google Play Store

Mein Fazit zur BeatStep App

Zwar gibt es für die verschiedenen Kursformate meist vorabgemischte CDs für Instruktoren im Handel zu kaufen, doch sind diese oft kostspielig, anfällig für Kratzer und entsprechen nicht unbedingt dem individuellen Geschmack der Kursleitung oder der Teilnehmer. Mit der BeatStep App, kannst du nicht nur diese vorgefertigten Wiedergabelisten abspielen und verwalten, sondern eben auch deine ganz eigenen Playlists zusammenstellen und diese Dank der unterbrechungsfreien Wiedergabe, der Pitch- und Crossfade Funktionen, sowie der Einstellung der BPM-Werte, individuell auf deine Kurse anpassen. Das lästige Umherschleppen und Wechseln von CDs wird komplett überflüssig. Als Werkzeug für Trainer ist BeatStep also ein wirklich nützliches Tool. Zudem stellen die Entwickler bei Fragen und Problemen einen schnellen und hilfreichen Kundensupport über ihre Facebook-Seite und haben ein offenes Ohr für dein Feedback.

Von mir also einen Daumen hoch für BeatStep!

Eva

Veröffentlicht von Eva

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Eva ist Grafikdesignerin und Mitgründerin von comuvo. Ihre Fitnessbegeisterung und langjährige Erfahrung als Group-Fitness Instructor waren der Antrieb für die Entwicklung von comuvo. Ob Kursraum, oder Büro – sie ist bei allem was sie tut mit <3 und Seele dabei.

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